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Unterbringung

Natürlich muss auch die Unterbringung vorher fertig sein. Schildkröten dürfen nämlich keinesfalls frei in einer Wohnung oder einem Zimmer herumlaufen, da ihnen z.B. die Zugluft auf dem Boden gar nicht gut tut.

Man braucht für den Anfang (wie gesagt, man sollte sich eine Schildkröte im Frühling anschaffen) also ein Übergangsterrarium. So ein Terrarium sollte mindestens 10x so lang sein wie die Schildkröte und ca. halb so breit wie lang. Natürlich ist es am besten, wenn es noch größer ist. Außerdem sollte es nach oben offen sein. Für den Boden braucht man mindestens 10-15cm Terrariensubstrat, am besten eignet sich Gartenerde. Das Substrat muss immer leicht feucht gehalten werden. Schön für das Tier sind immer Versteckmöglichkeiten in Form von Steinhöhlen, Wurzeln oder ausgestochenen Grasnaben.

Zur Beheizung des Terrariums benutzt man eine Wärmelampe und niemals Heizsteine oder ähnliches; die Wärme muss nämlich immer von oben kommen. Da Schildkröten Wärme durch Helligkeit wahrnehmen, müssen wir ihnen zusätzlich das Sonnenlicht ihrer Vorkommensgebiete simulieren. Das schafft keine Lampe zu 100%, aber die heutigen 125W+ HQL (ca. 5000 Lux/Lumen) bzw. 70W/150W+ HQI Strahler (5000-11000 Lux/Lumen) kommen am nächsten an die Realität heran.

Für den Frühsommer sollte auch schon ein Freigehege geplant werden. Jungtiere bis 200g werden zunächst noch in einer Schutzhütte gehalten, da das Freiland für sie zu offen und gefährlich auch in Bezug auf Fressfeinde ist. Je nach Wetterlage sollte aber das Dach offen sein, so dass die Sonne hineinscheinen kann. Des weiteren muss sie wie ein Terrarium beheizt und Beleuchtet werden. Jungtiere ab 200g können dann schon im Freigehege gehalten werden, jedoch brauchen auch sie noch den Zutritt zur Schutzhütte. Das Freigehege sollte für eine Schildkröte mindestens 10 qm groß sein und für jedes weitere Tier sollten wieder mindestens 5 qm dazukommen. Mit dem Platz sollte man sehr großzügig umgehen!

Zur Standartausstattung eines Freigeheges gehört aber noch mehr: Man braucht Versteckmöglichkeiten, Sonnen- und Schattenplätze, Trinkstellen, sowie Wärmelampen, die bei bedecktem Himmel eingesetzt werden müssen. Außerdem benötigt man einen ganztägig sonnenbeschienenen, unbewachsenen Erdhügel für die Eiablagen der Weibchen. Wichtig ist auch eine ausbruchsichere Umrandung des Geheges, da Schildkröten gute Kletterer sind. Da die Nahrung von Griechischen Landschildkröten fast ausschließlich aus Wildkräutern besteht, sollten im Gehege auch hauptsächlich solche wachsen. Flache Sträucher sollten zum Schatten spenden angepflanzt werden.